Ein Jahr Pandemie im
Katholischen Bildungswerk

So hat Corona die Erwachsenenbildung im Burgenland geprägt

von Anika Reismüller-Kaupe | 19. Juli 2021

Seit März 2020 bis heute regiert Corona mit seinen unvermeidlichen Langzeitfolgen die Gesellschafts- und Medienlandschaft. Auch der Bereich der Erwachsenenbildung bleibt von notwendigen Umstrukturierungsmaßnahmen nicht verschont.

Wie das Katholische Bildungswerk mit den Herausforderungen und Modifizierungen ihrer Erwachsenenbildungsangebote umgangen ist, erzählt Johann Artner, Leiter des kath. Bildungswerks der Diözese Eisenstadt im Interview mit der BiB.

Wie hat sich die Pandemie auf das Kath. Bildungswerk Burgenland ausgewirkt? Was hat sich im Vergleich zur Zeit „vor Corona“ verändert?


Die persönliche Begegnung. Kirche wie auch Bildung lebt von der persönlichen Begegnung – dem Miteinander-Sein. Das hat sich sofort und vor allem für uns Hauptamtliche geändert, dann sukzessive für die Ehrenamtlichen aber auch für die Teilnehmenden.

Worin lagen die größten Herausforderungen im vergangenen Jahr?

Die Unplanbarkeit! Noch gibt es Ausbildungslehrgänge aus der Zeit vor der Pandemie, die nicht abgeschlossen werden konnten und deren Termine inzwischen schon bis zum vierten Mal verschoben wurden. Aber auch bei den anderen Veranstaltungen setzen wir Präsent-Termine an, immer mit dem Wissen, dass diese vielleicht nicht stattfinden können.

 

 

 

 

 

Wie gehen die Teilnehmer:innen mit der neuen Situation um?

Besonders rasch hat sich die Elternbildung auf die neue Situation mit online-Veranstaltungen eingestellt. 80% unserer online-Veranstaltungen kommen aus diesem Bereich. Auch bei den klassischen Bildungsveranstaltungen wird immer wieder von Teilnehmenden – von Jennersdorf bis Nickelsdorf - hervorgehoben, dass es toll ist auf diese Weise an Bildungsveranstaltungen beizuwohnen. Problematisch war von Anfang an die Situation der SeniorInnenbildung. Diese können wir zurzeit zwar erreichen (über die TrainerInnen) aber leider nicht bedienen, da keine Präsenz-Veranstaltungen stattfinden dürfen.

Wie erging es den Trainer:innen in dieser Zeit?

Unsere TrainerInnen haben sich angepasst. Vor allem Trainerinnen in der Elternbildung haben unser Angebot (bzw. das von der Bundesgeschäftsstelle des Forum Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich) angenommen und sich geschult, wie die Formate online angeboten werden können.

 

 

Wie planen Sie derzeit Ihr Kursprogramm? Worauf wird besonderes Augenmerk gelegt?

Online-Veranstaltungen werden von uns zur Zeit geplant wie auch durchgeführt. Bei Präsenz-Veranstaltungen sind wir in einer Art Warteposition. Wir planen einmal ab Herbst 2021, aber immer noch in dem Wissen, dass wir vielleicht erst mit Jänner 2022 (oder später) starten können.

Ansonsten nutzen wir die Zeit um uns intern besser zu koordinieren.

 

 

Nach einem Jahr Pandemie, was ist Ihr persönliches Fazit? Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Vom französischen Physiker und Mathematiker Blaise Pascal stammt das Zitat: „Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle ihm von deinen Plänen!“

"Wir haben auch mit einer YouTube-Reihe "Katholisch.Kurz.Kompakt" begonnen, um Inhalte der Katholischen Erwachsenenbildung auf diesem Wege den Menschen näher zu bringen."
"Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle ihm von deinen Plänen."

Steckbrief:

Name: Mag. Johann Paul Artner
Funktion: Leiter des kath. Bildungswerks der Diözese Eisenstadt

Arbeitet in der Erwachsenenbildung seit: September 2004

Die Corona-Pandemie verbinde ich in erster Linie mit........Unplanbarkeit/Flexibilität .

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